Suche
  • hermanntebarts

Das flüssige Gold der Küche - Olivenöl

Olivenöl seit tausenden von Jahren in unserer Esskultur verankert und in der jetzigen Zeit ein Produkt welches Zeitgeist und Tradition vereint. Hier habe ich ein paar Wissenswerte Fakten über Olivenöl zusammengefasst. Aber ehrlich gesagt, könnte ich seitenweise darüberschreiben, was für ein großartiges Öl es ist. Hier erstmal ein kleiner Anfang.


Olivenöle und Güteklassen:

Es gibt 8 Güteklassen die bekanntesten „Natives Olivenöl extra“ und „Natives Olivenöl“. Beide Klassen werden direkt aus Oliven mit mechanischen Verfahren und ohne Wärmewirkung gewonnen. Diese beiden Klassen haben einen Rauchpunkt von 160°C. Somit kann auch natives Olivenöl zum schonenden Garen und Braten verwendet werden.

Steht auf dem Etikett nur „Olivenöl“ ist es eine Mischung aus raffiniertem und nativem Olivenöl. Das Mischungsverhältnis ist nicht vorgegeben. Der Rauchpunkt von „Olivenöl“ liegt bei circa 230 °C.

Die restlichen Güteklassen sind nicht für den Verzehr erlaubt besondere Vorsicht bei Tresterölen.


Powerfrucht Olive:

Für ein Liter hochwertiges Olivenöl braucht der Bauer ca. 8 kg Oliven.

Olivenöl ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren. Wir brauchen jedoch auch Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie bspw. Rapsöl oder Distelöl. Olivenöl ist sicherlich nicht das Gesündeste aller Öle. Es ist jedoch sehr gut verträglich, schmackhaft und ein toller Allrounder. Außerdem enthält Olivenöl enthält Vitamin E und Polyphenole (als Antioxidantien).

Gutes oder schlechtes Olivenöl?

Wenn ich neue Olivenöle verkoste, mache ich dies gerne im Weinglas. Ja, ok vielleicht ein bissel nerdig aber probiert es mal aus. Denn der Geruch sagt viel über das Öl aus. Die Farbe verrät uns was über die Inhaltsstoffe aber nicht so sehr über die Qualität des Öls. Dazu deckt Ihr das Glas für 30 Sekunden ab, so dass sich die Geruchsaromen sammeln können. Gutes Olivenöl riecht pflanzlich und frisch. Grüne Aromen wie frisches Gras, Gartenkräuter, unreife und baumfrische Oliven, frisches Blattgemüse u. Ä. deuten auf eine Verwendung von gesunden, nicht überreifen Oliven und eine nicht oxidative Verarbeitung beim Pressen hin. Ist das, was ich rieche frisch, fruchtig und grasig? Falls ja, habe ich ein gutes Olivenöl vor meiner Nase.

Schlechtes Olivenöl hingegen riecht nach unfrischer Butter, alten Nüssen oder Essignoten. Es riecht und schmeckt einfach alt und abgestanden. Verletzte, von Schändlingen befallene, mehrere Tage lang herumliegende Oliven sowie ihre unsachgemäße Behandlung in der Ölmühle ergeben Öle mit schlechten Aromen und unangenehmen Fermentationsnoten.


Muss gutes Olivenöl immer teuer sein?

Oftmals gehört, Ihr Olivenöl ist aber teuer. Gegenfrage: Welches Öl kaufen Sie für Ihr Auto, das teure oder das Billige. Antwort: Das teure natürliche. Noch Fragen?

Lebensmittel sind unser Antrieb. Deshalb sollte man schon auf die Qualität und wenn möglich auf die Herstellungsprozesse achten. Wir kennen die Olivenhaine, die Prozesse der Herstellung und ganz wichtig die Menschen, die hinter diesen Ölen stehen. So können wir auch die Öle der Familie Zervaki, Familie Pons oder der Bauerngenossenschaft Montalbano vom Herkunftsland bis zu uns in den Laden zurückverfolgen.

Also ja, in der Regel ist Olivenöl teuer. Wenn alle davon leben möchten: Produzent, Mühle, Abfüller, Lieferant und schlussendlich der Fachhändler. Da sollte der Mindestpreis für ein halben Liter Olivenöl mindesten 10 € betragen. Wenn ich sichergehen möchte, dass ich eine gute Qualität erhalte und jeder fair daran verdient, liegt der Preis dann nicht unter 20 € pro 500 ml.


Fall Ihr Fragen oder Anregungen habt, schreibt mich gerne an.

Mit genussvollen Grüßen

Euer Hermann u d das Wajos Team Rhein Center Köln Weiden





7 Ansichten0 Kommentare